Verein geht mit verjüngtem Vorstand ins Jubiläumsjahr
DKNH Vorstand 2020
Erste Reihe v.li.: Michelle Martun, Christin Löffert, Jasmin Werle, Margret Hähner, Gaby Sauer, Klaus Linn, Martin Burggraf Hintere Reihe v.li: Burkhard Sehr, Gabi Vitt, Dr. Heike Fröhlich, Claudia Heine, Shirley Theisen, Andreas Alfa Es fehlt: Rebecca Will
Der Verein Dehrner Krebsnothilfe ist in Zeiten zunehmender Krebserkrankungen mehr denn je gefragt. Dies machte die zweite Vorsitzende, Gabi Vitt, die die Sitzungsleitung kurzfristig von dem erkrankten ersten Vorsitzenden, Andreas Kessler, übernahm, in ihrem Jahresbericht deutlich. Sie unterteilte den Bericht in drei Gruppen: Bewährtes, Neues und die Zukunft. Zuvor wurde in einer Schweigeminute der Verstorbenen gedacht.
Begonnen hat das Vereinsjahr mit der Teilnahme an den Limburger Gesundheitstagen im März, wo über die Beratung einzelner am Stand auch über den Verein und die Darmkrebsprophylaxe berichtet werden konnte. Erweitert wurde der Rahmen dieser Aktivität durch neue Kontakte zum Weilburger Krankenhaus. Dies führte zur Teilnahme an dem dortigen Stomatag und später stattfindenden Gesundheitstag.
Am 4. Mai wurde auf das 15-jährige Bestehen der Kontakt-und Informationsstelle in Limburg zurückgeblickt, die an zwei Tagen in der Woche geöffnet ist. Sie ist Anlaufstelle für etwa 30 % der an Krebs erkrankten Menschen und ihren Angehörigen, die Kontakt zur Dehrner Krebsnothilfe aufnehmen. Die anderen finden den Weg über das Telefon oder das Internet. Es sind oft Menschen in Ausnahmesituationen, die jemanden brauchen, der ihnen zuhört, Mut macht und Entscheidungshilfen geben kann.
Dies ist das „Kerngeschäft“ des Vereins. „Menschen, die zu uns kommen, stehen im Mittelpunkt, danach ist die Prävention und Aufklärung, dann die Organisation von Bedeutung”, so Vitt. Sie dankte den sehr erfahrenen ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen für ihre engagierte Arbeit in der Kontaktstelle.
Im Dezember folgte dann der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf vor und im Feuerwehrgerätehaus in Dehrn. Auch hier ein Dank an alle ehrenamtlichen Helfer und Unterstützende jedweder Art.
Die Unterstützung zweier Spendenaktionen, „Mathilda“ und „Leona“ hielten und halten die Vereinsaktiven ganz schön in Atem. Da die Spendenbereitschaft riesig war, hatte der geschäftsführende Vorstand, allen voran Schatzmeister Burkhard Sehr, sehr viel Arbeit mit Buchungen, dem Erstellen und Versenden von Spendenquittungen. Dies wäre ohne den Einsatz weiterer Ehrenamtlicher und der Firma A&M Services aus Elz noch schwerer geworden. Auch hierfür dankte Vitt ganz herzlich. 24 neue Mitglieder gibt es im Verein, davon vier junge Frauen, die bereit sind, im Vorstand mitzuarbeiten. Neue Ideen braucht ein Verein und die Jüngeren sind kompetent im Bereich neuer sozialer Medien, sodass ein Zugang zu diversen Plattformen möglich wurde. Auch die Internetseite wurde von Rebecca Will überarbeitet und moderner gestaltet. Viele Kontakte ergeben sich seither auch über das Kontaktformular im Internet.
Einen Ausblick gab Vitt auf das in diesem Jahr stattfindende 25-jährige Vereinsjubiläum am 23. und 24. Oktober 2020 im Bürgerhaus Dehrn. Unter der Schirmherrschaft von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier werden zahlreiche heimische Künstler sowohl den „unterhaltsamen“ Abend als auch den „akademischen“ Abend unterstützen. Ein ökumenischer Gottesdienst am Samstag, 14.11.2020 in Dehrn rundet die Feierlichkeiten ab.
Die Statistik zeigte auf, dass 71 Personen in der Kontaktstelle vorsprachen, mit den unterschiedlichsten Anliegen. Dies belegt, Beratung und Information sind wichtiger und mehr geworden, da sich auch viele nicht in unserem Sozialsystem auskennen.
Der bisherige erste Vorsitzende, Andreas Kessler, stand nach 6 Jahren Amtszeit aus persönlichen Gründen nicht zur Wiederwahl bereit. Die bisherige zweite Vorsitzende, Gabi Vitt, wurde an seine Stelle gewählt. Zur zweiten Vorsitzenden wurde Gaby Sauer, die das Amt der Pressereferentin bis auf weiteres noch begleiten wird, gewählt.
Neu im Vorstand und zur Schriftführerin gewählt wurde Michelle Martun. Ebenfalls neu dabei und als Beisitzer wurden Christin Löffert, Shirley Theisen, Jasmin Werle und Martin Burggraf in den Vorstand gewählt. In ihren Ämtern turnusgemäß bestätigt wurden Klaus Linn als Organisationsleiter, ebenso die Beisitzer Andreas Alfa, Claudia Heine und Rebecca Will. Letztere insbesondere mit dem Aufgabengebiet Printmedien und Website. Burkhard Sehr, Margret Hähner und Dr. Heike Fröhlich sind noch ein Jahr in ihren Ämtern aktiv bevor auch für sie wieder Wahlen anstehen. Die Mischung aus jüngeren und älteren Vorstandsmitgliedern lässt alle in eine gute Zukunft des Vereins blicken.
In Deutschland breitet sich der Corona-Virus (SARS-CoV-2) weiter aus. Insbesondere Krebspatienten sollten zu ihrem Schutz entsprechende Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen beachten – vor allem, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist.
Seit Dezember 2019 verbreitet sich das neu entstandene Virus SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren. Menschen können sich bei anderen Menschen über eine Tröpfcheninfektion damit anstecken. Eine Impfung gegen das Virus gibt es bislang nicht. Bei Infizierten kann SARS-CoV-2 die Atemwegserkrankung COVID-19 auslösen.
Alle Personen sollten sich den Empfehlungen der Deutschen Krebshilfe zufolge ab einem bestimmten Alter untersuchen lassen, unabhängig davon, ob Risikofaktoren vorliegen oder nicht. Denn mit dem Alter steigt das Darmkrebsrisiko deutlich an. Nur etwa 10 Prozent der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 55 Jahre.
Zur Effizienz der koloskopischen Darmkrebsvorsorge liegen Hochrechnungen aus einer groß angelegten Studie des deutschen Krebsfrüherkennungs-Programms vor: Von 2002 bis Ende 2010 sind laut dieser Studie durch die Darmspiegelung rund 100 000 Darmkrebserkrankungen verhindert und weitere rund 50 000 in einem frühen, oft heilbaren Stadium entdeckt worden.
Deutsche Krebshilfe: Bei Frauen und Männern mit einer erblichen Belastung für Darmkrebs außer Stuhl-Blut-Tests und der Darmspiegelung hinaus ein spezielles und engmaschigeres Früherkennungsprogramm sinnvoll sein. – In sechs Zentren des Verbundprojektes „Erblicher Darmkrebs” der Deutschen Krebshilfe.
Im Zeitalter neuer Medien und technischer Innovationen scheint die Digitalisierung in allen Bereichen unausweichlich. Und immer wieder stellt sich die Frage, ob digitales Coaching ebenso wirksam sein kann, wie Coaching im direkten und persönlichen, also physischen Kontakt. Dass Coaching eine wirksame Methode ist um Entwicklung zu erreichen, scheint inzwischen unstrittig. Aber digital? Ohne direkten Kontakt und ohne physische Anwesenheit des Coaches? Wird die Frage nach der Wirksamkeit, oder den Vor- und Nachteilen digitalen Coachings gestellt, ist unmittelbar die schnelle und einfache Erreichbarkeit, Verfügbarkeit und Effizienz angeführt, selbstredend auch die Kosten- und Aufwandsreduktion um eine höhere Effektivität und Effizienz zu sichern. Kann dies, insbesondere wenn es um die persönliche Entwicklung und die Erreichung der persönlichen Ziele geht, die Argumentation sein? Möglicherweise ist es hilfreich sich der Frage der Wirksamkeit des digitalen Coachings aus einer anderen Perspektive zu nähern.
Coaching und die Wirksamkeit dessen profitiert von der Beziehung zwischen dem Coach und dem Coachee. Es ist Vertrauen notwendig um eine positive Beziehung zu gestalten, die die angestrebte Entwicklung ermöglicht. Technischer Fortschritt im Bezug auf Coaching verschafft die Möglichkeit über die Digitalisierung eben diese Methode digital wahrzunehmen. Hier stellt sich somit nicht die Frage, ob dies besser, schlechter, wirksamer oder nutzbringender ist, sondern ob es zur jeweiligen Person passt. Vergleicht man Coaching mit einer Fortbewegung, so kann ebenfalls nicht kategorisch gesagt werden, dass Auto fahren generell zu bevorzugen ist. Ebenso ist Fliegen, oder zu Fuß gehen nicht immer die treffende Wahl. Hat man zum Ziel maximal innerhalb einer Stunde eine Distanz von 60 km zu überbrücken, wird dies nicht zu Fuß erreichbar sein. Hier erscheint das Auto die richtige Wahl. Soll jedoch körperliche Bewegung erfolgen und die Natur genossen werden, oder eine geringe Strecke von 200 m bei schlechter Parkplatzsituation überbrückt werden, ist die Wahl den Weg zu Fuß zu gehen erstrebenswert. So wird das Flugzeug verwendet um weite Strecken in kurzer Zeit zu überwinden.
Digitaler Austausch und digitale Plattformen werden genutzt um unterschiedliche Ziele zu erreichen. So existieren Portale für erotische Bekanntschaften, Freundschaften, ernsthaft angestrebte Beziehungen, berufliche Vernetzungen etc. Und neben den eben benannten digitalen Wegen der sozialen Vernetzung existieren weiterhin die Möglichkeiten des direkten analogen Kontaktes, ebenfalls in vielfältiger Weise. Inzwischen ist ebenfalls im Bewusstsein, dass die Digitalisierung auch mit neuen, unbekannten Schwierigkeiten und Problemstellungen verbunden ist. Ähnlich birgt Auto fahren die potentielle Gefahr eines Unfalls und entstehender Verletzungen. Trotzdem wird weiterhin Auto gefahren, natürlich mit erheblichen Sicherheitsvorkehrungen, Airbags, Anschnallgurten, Knautschzonen, Tempolimits etc. In der Digitalisierung liegen ebenfalls Risiken vor. Aber sollten wir nur, weil wir diese derzeit noch nicht umfassend kennen, diese stoppen? Wir hören ja auch nicht auf Auto zu fahren, obwohl eine Unfallgefahr besteht. Und auch in der Digitalisierung sind bereits Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
Digitales Coaching stellt eine wirksame, einfache, schnelle, effektive und effiziente Möglichkeit dar, Coaching als Methode zu nutzen. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Coach und Coachee kann ebenso digital aufgebaut werden, wie analog. Somit ist die Frage nach der Wirksamkeit und der Effektivität beantwortet. Es bleibt nur noch offen: “Wann probieren Sie Ihr erstes digitales Coaching aus?”
Das kennen wir alle: wir haben uns in Konflikte und Diskussionen verstrickt und jeder beharrt auf seinem Standpunkt in der festen Überzeugung im Recht zu sein. Auf dem Weg dies zu beweisen, wird erst diskutiert, dann mit Nachdruck verdeutlicht, Verbündete und Gleichgesinnte mobilisiert, bis hin zu handfesten Auseinandersetzungen. Wir sind ja schließlich auch im Recht und wollen dies verteidigen. In bester Überzeugung. Nach bestem Wissen und Gewissen. Und ausschließlich in bester Absicht. Und das muss doch der Gegner einsehen.
Solche Situationen entstehen überall, wo Menschen miteinander interagieren. Im Beruf, im Privatleben, in Familien, Ehen, Teams, Gruppen, Freundschaften, Geschäftsbeziehungen. Und im Zweifel gewinnt der Stärkere. Im Beruf somit der Vorgesetzte, in Familien die Eltern, in Geschäftsbeziehungen die Person mit der höheren Abhängigkeit usw. Und wenn gar keine Einigung erzielt werden kann, kommt es zu Trennungen, Kündigungen, gerichtlichen Auseinandersetzungen und anderen Eskalationen. Aber muss das so sein?
Konflikte entstehen aufgrund negativer Emotionen, welche durch unbefriedigte Bedürfnisse ausgelöst werden. Aus der Perspektive der jeweiligen Konfliktpartei gibt es nur den einen Weg die negative Emotion zu besiegen und in eine Bedürfnisbefriedigung zu gelangen. Wenn man diese Situation bildlich beschreibt, möchten beide Konfliktparteien in unterschiedliche Richtungen fahren, augenscheinlich sogar gegensätzlich. Und beide Konfliktparteien sind aus ihrer Perspektive nur in der Lage den jeweils bevorzugten Weg als einzige Möglichkeit zu sehen. Würde man jedoch von oben die jeweiligen Standpunkte der Konfliktparteien mit den jeweiligen Straßenverläufen betrachten, könnte beispielsweise erkannt werden, dass beide Straßen zum gleichen Zielort führen. Oder dass möglicherweise eine Straße Hindernisse aufweist, die nur aus der Sicht der anderen Konfliktpartei zu sehen wären. Vom jeweiligen Standpunkt betrachtet, haben somit beide recht.
Um tatsächlich zu einer konstruktiven Lösung und in einen Konsens zu gelangen, ist es notwendig, die Perspektive zu verändern. Nur den Standpunkt zu verteidigen, führt zu weiteren Verhärtungen und Eskalationen. Wenn also alle Konfliktparteien sich darauf einlassen, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, werden gänzlich neue Lösungswege sichtbar, was unterm Strich zu einer positiven Emotion und Bedürfnisbefriedigung bei allen Beteiligten führt.
Daher: Jeder hat recht aus seiner Perspektive. Und alle können gewinnen, mit der Perspektive des anderen.
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