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Der 4. Februar ist Weltkrebstag

Logo Weltkrebstag
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Am 4. Februar 2020 feiert der Weltkrebstag sein 20. Jubiläum. Das Motto „ICH BIN UND ICH WERDE“ ruft jeden Einzelnen zum Nachdenken auf: Wer BIN ICH und was WERDE ICH anlässlich des Weltkrebstages zur Bekämpfung von Krebs tun?

Diagnose Krebs

Die Diagnose Krebs verändert nicht nur schlagartig das Leben eines Betroffenen, sondern auch das von Familie und Freunden. Angehörige leiden oft im Stillen: Sie haben Ängste und Sorgen, wollen aber für den Erkrankten stark sein und stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück. „Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Krebsbetroffene und ihre Angehörige gleichermaßen“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, anlässlich des Weltkrebstages 2020. „Wir zeigen auf, wo die Familie und andere Bezugspersonen praktische, soziale und psychologische Hilfe finden.“ Zudem setzt sich die Deutsche Krebshilfe dafür ein, dass die Bedürfnisse von Angehörigen in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. 
Quelle: www.krebshilfe.de

Lesen Sie weiter unter: https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/weltkrebstag-patient-ist-die-ganze-familie/


Neue Zahlen zum Weltkrebstag 2020

Der Weltkrebstag wird seit 2006 – immer am 4. Februar – global ausgerichtet. Die im Jahr 2000 ausgerufene Initiative wird durch die UICC koordiniert. Ziel dieses Aktionstages ist es, durch größeres Engagement der Öffentlichkeit dauerhafte Wirkung zu erzielen und ein globales Bewusstsein zu schaffen.

Infoseite auf: https://www.gelbe-liste.de/onkologie/zahlen-weltkrebstag-2020


Neue Therapien, die Hoffnung machen

Die Verläufe und Heilungschancen bei Krebs unterscheiden sich je nach Tumorart stark. In Zukunft könnten viele Todesfälle verhindert werden: durch Prävention, Früherkennung und neue Therapieformen.
Quelle: www.tagesschau.de

Infoseite auf: https://www.tagesschau.de/inland/weltkrebstag-erkennung-therapien-101.html


Über Krebs

Wie entsteht Krebs und welche Risikofaktoren gibt es? Was sind die häufigsten Krebsarten und wie werden sie behandelt?

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie unter https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/.




Diagnose Krebs – existentiell bedrohlich und mit posttraumatischem Stress belastet

Foto: Martin Gebhardt / pixelio.de
Foto: Martin Gebhardt / pixelio.de

Obwohl eine Krebserkrankung heutemeist gut behandelbar ist, lässt sie für die betroffenenMenschen eine bedrohliche Situation entstehen, in der sie all ihre Kraft für die Bewältigung der Krankheit und ihren Alltag aufbringenmüssen. Sie befinden sich in einem triangulären Spannungsfeld: immedizinischen Bereich werden siemit der beängstigenden Situation der Chemotherapie und den Nebenwirkungen konfrontiert. Innerseelischmüssen sie sichmit der existentiellen Bedrohung auseinandersetzen. Auch ihre soziale Situationmit Familie, Freunden und beruflichemAlltag ist beeinträchtigt.

Aufgrund dieser Belastung geraten die Menschen häufig in eine körperlich-seelische Dysbalance (mit dem Gefühl der Hilflosigkeit und Überwältigung, Erschöpfung, Unruhe, Ängsten, Depression u.ä.).

Der Mensch besitzt drei Überlebensstrategien die ihm bei Gefahr zur Verfügung stehen: Kampf-, Flucht- und Erstarrungsmodus. Im Falle einer lebensbedrohlichen Krise reagiert das autonome Nervensystem und damit der Organismus blitzschnell mit:
Kampfmodus – Fight, mit Wut und Angriffslust oder
Fluchtmodus – Flight, mit Angst, Panik und Auf- und davon-Reaktion oder
Erstarrungsmodus – Freeze, mit Ich-bin-nicht-mehr-da-Todstellreflex, wenn Kampf oder Flucht nicht möglich sind.

Je nachdem wie bedrohlich die Erkrankung von dem Menschen wahrgenommen wird und welches Stressmuster aktiviert wird, verliert der Organismus die Fähigkeit zur Selbstregulation, das heisst, die Fähigkeit Spannungszustände zeitnah wieder aufzulösen und Stresshormone abzubauen. Das autonome Nervensystem bleibt in einer hohen Aktivierung, bzw. auf einem hohen Stresslevel, der letztendlich das Immunsystem weiter schwächt.

Was braucht es, um den Stresslevel zu senken und uns damit zu stärken?

An dieser Stelle ist es wichtig, den Menschen zu unterstützen, um:
• die Fähigkeit zur Selbstregulation zu verbessern, um posttraumatischen Stress abzubauen und damit den Organismus von zusätzlichen Belastungen zu entlasten
• den Kampfmodus zu stärken
• Ressourcen zu aktivieren
• Bewältigungsstrategien und Zuversicht in der aktuellen Situation zu entwickeln
• Selbstfürsorge und Achtsamkeit zu fördern
• multimodale Therapiesysteme zu nutzen
• nährende Kontakte zu fördern
• Imagination als heilsame Kraft nutzbar zu machen
• Kreativität anzuregen und den Fokus zu verlagern
• belastende und verdrängte Gefühle, z.B. über Malen und Bewegung zum Ausdruck zu bringen.




„Nein” sagen

in der systemischen Familientherapie –
und was hat Krebs damit zu tun?

Foto: Berwis / pixelio.de
Foto: Berwis / pixelio.de

In der psychotherapeutischen und psychoonkologischen Zusammenarbeitmit Einzelpersonen und Familien ist die Auseinandersetzungmit„Abgrenzung“ ein wichtiges und wiederkehrendes Thema.

Abgrenzung ist eine notwendige Grundfähigkeit aller Lebewesen. Für den Einzeller oder ein komplizierteres Säugetier (wie z.B. den Mensch) bedeutet dies die Fähigkeit, sich von seiner Umwelt zu unterscheiden, mit der Umwelt zu interagieren, Nahrung zu holen und sich vor schädlichen, gefährlichen Einflüssen aus der Umwelt zu schützen.

Dies mag selbstverständlich erscheinen, aber für das hochkomplexeWesen„Mensch“ findet Abgrenzung überwiegend auf sprachlicher Ebene statt. Gemeint ist hier, wie wir miteinander darüber kommunizieren, was wir wollen und brauchen, und was nicht. Die Tragweite der Auswirkung, wie gut dies gelingt, ist uns oft nicht bewusst.

Am einfachsten können wir uns diesem Bereich annähern, wenn wir uns fragen:Wie sieht es aus mit dem„Nein“-Sagen?

„Nein” sagen

„Nein“ sagen hat leider einen schlechten Ruf. Ich will doch den anderen nicht verletzen, indem ich ihm etwas abschlage. Das passt nicht in mein Selbstbild eines liebevollen, hilfsbereiten Mitmenschen.„Für den anderen da sein“ ist auch ein ethischmoralisches Ziel, das zu verfolgen mir quasi mit in dieWiege gelegt wird. Etwas Gutes zu tun für andere, fühlt sich immer wieder gut an, ich freue mich, dass der andere sich freut und auch, wenn ich ein Dankeschön für meine gute Tat erhalte.

Wie gehe ich dann aber damit um, wenn ich „eigentlich“ nicht möchte? Vielleicht sitzt Hilfsbereitschaft (oder dass ich glaube, dass andere diese von mir erwarten) so tief in mir, dass das „eigentlich nicht wollen“ gar nicht mehr in mein Bewusstsein gelangen darf. Vielleicht macht es sich gerade noch bemerkbar durch ein Ziehen im Bauch, ein Kribbeln, Kopfschmerzen oder den Drang, raus gehen zu wollen. Was ich gerne beiseite schiebe und damit übergehe.

Wenn ich etwas nicht möchte oder es mir zu viel wird, mich aber dennoch immer wieder darauf einlasse, tut mir das langfristig nicht gut. Damit achte ich meine eigenen Grenzen nicht. Und gleichzeitig lade ich (unbewusst) auch andere ein, sie nicht zu achten.

„NEIN“ sagen in der Familie

„Nein“ sagen bedeutet, dass ich mein eigenes Wohlergehen im Blick habe(n darf ). Auch in Kontakt mit meiner Familie.
Und wenn klar ist, dass ich„nein“ sagen kann, wenn ich etwas nicht will, hebt sich mein„ja“ umso deutlicher und unmissverständlicher ab für mein Gegenüber als etwas, das ich wirklich will! (Dann meine ich auch „ja“!) Ein „Nein“ dem anderen mitzuteilen und sich dann damit auseinander zu setzen, ist „gesund“.

Im Rahmen von„Fairem Streiten“ können frühzeitig alle Gefühle/Bedürfnisse offen gelegt werden. Dies kann deren„Anstau“ und dann daraus resultierend eventuelle spätere unkontrollierbare Ausbrüche vermeiden, was wiederum dabei hilft zu verhindern, dem anderen unnötige Verletzungen zuzufügen.

Ein Beispiel wäre, wenn meine Familie heute Abend ins Kino will, aber ich nach einer sehr vollen Arbeitswoche meine Ruhe brauche. Hier ist die Gefahr groß, dass Missstimmung entsteht und ich evtl. schlecht gelaunt mitkomme. Stattdessen könnte ich meinen Zwiespalt benennen und mit den anderen Kompromisse aushandeln, die die Bedürfnisse von allen berücksichtigen: „Wie wäre es, wenn wir heute Pizza bestellen und hier ein Video angucken, und morgen Abend oder Sonntag ins Kino gehen?“

„NEIN“ sagen und Gesundheit

Krebs kann auch unter dem Blickwinkel betrachtet werden, dass schädliche Zellen sich vermehren und in gesundes Gewebe eindringen dürfen, und sich das Gesunde nicht entsprechend „wehrt“ (und „nein“ sagt). Auch das ist eine Art „Grenzüberschreitung“.

Wir wollen hier keinesfalls sagen, dass im nicht „Neinsagen“ notwendigerweise die Ursache für Krebserkrankungen liegt. Jedoch wollen wir zu einem Perspektivwechsel einladen, und können in der systemischen Sichtweise auch einen Blick auf unser biologisches System werfen – unseren Körper – und in der Gesamtbetrachtungsweise ergeben sich mitunter Fragen, die zum Nachdenken einladen.

Sicher können wir folgendes Fazit ziehen: Wenn wir„gut“ Streiten können in der Familie, („Faires Streiten“), stärkt das die Familienbindung, und wenn wir uns in der Familie gut und sicher fühlen, stärkt dies wiederum unser Immunsystem, und dies fördert allgemein die Gesundheit von jedem Einzelnen im System.

Als Schlussfolgerung:

Wenn ich „nein“ sagen kann,
sage ich „ja“ – zu mir selbst – und zu meiner Familie!




Wenn sich die Welt anders dreht

Foto: Kokopelli / pixelio.de
Foto: Kokopelli / pixelio.de

Eine Klientin, die an Krebs erkrankt war, suchte mich auf, da sie in ihrer Ehe vor großen Schwierigkeiten stand. Sie hatte gemeinsammit ihremMann die Krankheit nach einemmehr als 10 Jahre dauernden Kampf besiegt. Leider waren auf dem Weg die Ehe und die gemeinsamen Bedürfnisse als Paar völlig in den Hintergrund geraten.

Wenn ein Familienmitglied oder der Partner erkrankt, dreht sich mit einem Mal die Welt anders. Im Zentrum steht der Kampf gegen die Krankheit. Häufig gerät dabei völlig in den Hintergrund, dass Partner, Kinder, Eltern, Freunde und Kollegen ebenfalls einer solchen Situation hilflos ausgesetzt werden. Die erkrankte Person erhält vielfältige Hilfe und Angebote, das mitbetroffene Umfeld jedoch kaum. Hier entstehen Unsicherheiten, Bedürfnisse und Tabus.

Nach Besiegen der Erkrankung und Beenden der Therapien ist der Weg zurück in ein normales Miteinander häufig schwierig. Personen empfinden beispielsweise ihren Körper durch Narben oder den Haarverlust nicht mehr attraktiv. Auch die Partner wissen nicht immer sicher mit der neuen Situation umzugehen. Die Rollenverteilungen zurück in eine gleichberechtigte Beziehung geschieht oftmals nur oberflächlich. Die Erkrankung eines Angehörigen, einer nahestehenden Person, oder uns selbst führt uns an unsere Grenzen. Sowohl organisatorisch als auch emotional werden Belastungsgrenzen erreicht und überschriften.

Ich begleite Familien und auch Gruppen von Angehörigen sowie Betroffene bei ihrem Weg durch die Krise. Ich unterstütze durch Seminare und Workshops, aber auch durch therapeutische Gespräche und Mediation bei der Konfliktbewältigung.

Ziel ist es, die individuelle Kraft erneut zu finden, zu aktivieren und zu erkennen, dass noch bisher ungenutzte Ressourcen zur Bewältigung vorhanden sind.

Es gibt keine Tabus, keine nicht stellbaren Fragen, keine nicht sein-dürfenden Empfindungen, keine Verurteilungen und keine Wertungen. Es geht nicht darum, die zum Teil irrealen Empfindungen und Ängste wegzudrängen, sondern einen integrierenden Umgang damit zu finden.

Alle Leistungen können je nach Bedarf in meiner Praxis in Idstein, im Hausbesuch und online wahrgenommen werden.
Alle Angebote können auf Nachfrage durch die Dehrner Krebsnothilfe unterstützt werden.

Ich freue mich auf Ihren Besuch unter www.mediation-und-paartherapie.de oder unter www.facebook.com/Praxis-für-Mediation-Paar-Therapie-1831244793616893




Authentisch bleiben und Behandlungsprozess mitgestalten

Foto: Céline Lehmann / pixelio.de
Foto: Céline Lehmann / pixelio.de

Seit dem Jahr 2010 gehöre ich zu den therapeutischen Fachkräften der DKNH. Im Rahmenmeiner Tätigkeit lerne ich Menschen kennen, die aufgrund ihrer Krebserkrankungmeist ohne Vorwarnung aus ihrembisherigen Leben herausgerissen werden. Nichts ist mehr so wie bisher und die Zeit der Behandlung liegt schwer und ungewiss vor ihnen. Ein tiefer Einschnitt für die Erkrankten selbst und für ihre nahen Angehörigen.

Ich erlebe, wie betroffene Patienten oder Angehörige sehr unterschiedliche Möglichkeiten finden, mit ihrer Situation umzugehen. Hilfreich ist es, wenn sie ihrer Persönlichkeit entsprechend handeln können. Sie also herausfinden, was jetzt stimmig für sie ist. Leider entwickeln die medizinisch notwendigen Behandlungen und Termine oft eine Eigendynamik, die als sehr anstrengend empfunden wird.

Dann möchte ich ermutigen, authentisch zu bleiben und den Behandlungsprozess mit zu gestalten anstatt sich ausgeliefert zu fühlen. Bei gemeinsamem Hinschauen können Möglichkeiten dazu gefunden werden.

Einige betroffene Patienten oder Angehörige erleben ihre Gottesbeziehung als starken Halt in dieser Situation. Sie finden einen Ankerpunkt, der weit über ihre aktuelle Befindlichkeit hinausgeht.

Manchmal erscheinen Ereignisse der Vergangenheit als Belastungsfaktoren, die in einen persönlichen Zusammenhang zur Erkrankung gestellt werden. Das können Konflikte sein oder persönliche Krisen. Ebenso Lebensphasen, die als besonders anstrengend erlebt wurden. Hier kann es hilfreich sein, sich diese genauer anzuschauen. Sie zu befrieden und ähnliche Fehlentwicklungen zukünftig zu vermeiden.

Ich möchte behilflich sein, Alternativen zu entwickeln, die gut tun und zu einer positiven Lebensgestaltung beitragen. Oft sind es komplexe Wechselwirkungen, die zur Gesundung beitragen können.

Bei anderen Klienten ist die Erkrankung bereits erfolgreich behandelt worden, doch nun – viel später – melden sich seelische Symptome, die in der Zeit der Akutbehandlung oder durch Krankheitsfolgen entstanden sind. Manchmal haben sich auch zwischenmenschliche Beziehungen verändert oder sind zerbrochen, so dass es gut ist, Hilfe zu suchen. Andere suchen Begleitung, um in ihrer Trauer um einen Angehörigen, Unterstützung zu haben.

Darüber hinaus erlebe ich, wie in den Grenzsituationen des Lebens und im Beschreiten eines schwierigenWeges, neue Kräfte entwickelt werden können. Bisherige Lebensperspektiven werden in Frage gestellt und in einerWeise ergänzt, die als lohnend erlebt wird. Es ist mir ein Anliegen, Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder ihre Angehörigen, therapeutisch zu begleiten.

Ich möchte ihnen in ihren persönlichen Fragestellungen, Sorgen und Herausforderungen zur Seite stehen und sie darin unterstützen, einenWeg zu finden, der zu ihnen passt.
Dies kann im Rahmen von Einzelgesprächen geschehen, aber auch gerne gemeinsam mit ihren Angehörigen.

Systemische Therapie und Beratung richtet den Blick auf die Stärken des Einzelnen und seines persönlichen Umfelds. Wenn es gelingt, diese zu aktivieren, können neue Möglichkeiten entdeckt werden, die dringend benötigt werden.

Im Umgang mit einer schweren eigenen Erkrankung oder der Erkrankung eines nahen Angehörigen, der Auseinandersetzung mit Abschied und Tod, der Trauer um einen lieben Menschen, möchte ich Ihnen gerne behilflich sein. Besuchen Sie mich auch gerne unter www.bahr-supervision.de